Den Berg im Blick und unter den Sohlen

CSU tourt im Sommer über den Mariahilfberg

Ein Blick, den seit mehr als zwei Jahren leider niemand mehr genießen kann, bot sich den Teilnehmern der sommerlichen CSU-„Aufstiegstour“ zum Abschluss Ihres Urlaubs dahoam am Mariahilfberg: Von der Terrasse der Bergwirtschaft hinunter auf Amberg. Die CSU-Stadtratsfraktion sieht den Berg als Kernelement der Stadtentwicklung.

Amberg. Eigentlich wollten die Teilnehmer rund um den oberpfälzischen Europaabgeordneten Christian Doleschal (CSU), einen sportlichen Tag in Amberg genießen: Tennis, Beach-Volleyball und Speerwerfen. Aber das Wetter machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. „Doch Amberg hat für jedes Wetter etwas zu bieten“, sagte sich der hiesige CSU-Fraktionschef Matthias Schöberl, und lud statt ins LGS-Gelände auf den Mariahilfberg. Dort konnte er gemeinsam mit Bürgermeister Martin Preuß wie jedes Jahr politische Sommergäste begrüßen.

Wir nutzen diese Gelegenheiten, um für Amberg zu werben und im lockeren Rahmen Gespräche zu führen“

Matthias Schöberl

Der Leiter des städtischen Forstamts, Martin Seits, berichtete den Politikern, wie wichtig es ist, dass der Wald umgebaut wird. Man pflanze auch Arten wie die Esskastanie, die Elsbeere oder die Atlaszeder, die einem trockenen und wärmeren Klima standhielten. Eine wichtige Aufgabe für Amberg, weil die Stadt der größte kommunale Waldbesitzer Ostbayerns sei. Die CSU-Stadträte nahmen für die Haushaltsberatungen den Wunsch mit, im nächsten Jahr dafür wieder mehr Gelder bereitzustellen. 

Vom Forsthaus hing es zum Generationenwald. Dort wird für jedes neu geborene Kind aus Amberg ein Baum gepflanzt – Zertifikat inklusive. Die Aktion kommt nicht nur als nette Geste gut an, wie Seits berichtete, sondern sensibilisiere auch auf sehr niedrigschwellige Weise für die Möglichkeiten, dem Klimawandel lokal zu begegnen.

Auch das Thema Jagd lag Seits am Herzen. Immerhin stehe und falle die Waldverjüngung mit dem richtigen Jagen. Das Wildpret, welches durch die fünf Eigenjagden des Forstamtes anfalle, werde nachhaltig vermarktet. Zu vernünftigen Preisen, denn „jeder Amberger soll sich auch zu den Feiertag Wildpret leisten können“, so Martin Seits. Aber auch Karpfen produziert das Amberger Forstamt. 

Christian Doleschal, der im Umweltausschuss des Europäischen Parlamentes sitzt, lobte den Amberger Weg, der „die Bewahrung der Schöpfung und gutes Wirtschaften zusammenbringt“. Bei der Beschaffung und Herstellung von Bauprodukten und ihrer Verwendung in Bauwerken müsse grundsätzlich ein nachhaltiger Übergang vollzogen werden. Fortschritte auf diesem Sektor seien entscheidend, wolle man den Europäischen Green Deal umsetzen.

Nach der Tour über den Berg ermöglichte Michael Fellner den Wanderern eine Einkehr, die alle Amberger schon viel zu lange vermissen: Auf der Terrasse der Bergwirtschaft konnte die Gruppe verschnaufen und den Blick auf Amberg genießen. Bundestagskandidatin Susanne Hierl bestärkte Fellner, an den Plänen zur Renovierung und Erweiterung der Bergwirtschaft wie geplant festzuhalten.

„Alle Bürger können auf die bewährten Verfahren, die zu einer Baugenehmigung führen, vertrauen. Es wäre ein großer Verlust, müssten die Menschen weiter auf diesen Blick verzichten.“

Susanne Hierl, Bundestagskandidatin

Die CSU-Stadträte Thomas Bärthlein und Daniel Müller, als Vorsitzende ihrer Ortsvereine „Nachbarn“ der Bergwirtschaft sicherten die Unterstützung der CSU für das Vorhaben zu. „Am prominentesten Ort Ambergs sehen wir, wie ein Stillstand schmerzen kann“, so Bärthlein. Dabei könne das Projekt mehrere Probleme wie die Statik des Hanges oder die öffentlichen Toilettenanlagen endlich sauber lösen. 

In der Coronazeit habe der Berg als Naherholungsgebiet eine wichtige Funktion erfüllt. „Alle Amberger sind ihm eben besonders emotional verbunden“, so Matthias Schöberl. In der Tat sei er ein Kernelement der Stadtentwicklung. Schöberl gab bekannt, dass die CSU-Stadtratsfraktion eine umfassende, ganzheitliche Betrachtung des Mariahilfbergs auf den Weg gebracht habe. Dabei sollten alle Funktionen ihrer Bedeutung gemäß Berücksichtigung finden. 

Davon gebe es auf dem Areal ökologische, religiös-spirituelle, wirtschaftliche, historische, sportliche oder landwirtschaftliche Aspekte bis hin zur Wohnnutzung. Ob Amberg beispielsweise Mittelpunkt des Oberpfalz-Tourismus werden wolle, Freizeitaktivitäten ausbaue oder seine grüne Lunge pflege, der Berg spiele dabei – im wahrsten Sinne des Wortes – eine herausragende Rolle, sagte Fraktionschef Schöberl am Ende der Aufstiegstour.

20.01.2022 | p608120 | Kategorie(n): Bauen

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